Nach dem Motto: „Hand in Hand – Haupt- und Ehrenamt“ spielt auch die trägerübergreifende und intersektionale Vernetzung und Kooperation mit weiteren Akteur:innen aus Verwaltung, Wissenschaft und Dienstleistung sowie Engagierten aus der Gegend eine große Rolle. Der runde Tisch Schildesche dient dabei dem formellen Austausch der sozialen Akteure. Nach Bedarf werden zudem thematisch fokussierte Arbeitskreise ins Leben gerufen, z.B. zum Thema Nachhaltigkeit oder Demenz. Neben der Vernetzung und aktiven Initiierung von Ermöglichungsstrukturen vor Ort, finden Interessierte hier zudem wohn- und lebensortnahe Bildungs- und Beratungsangebote, wie die allgemeine Sozialberatung, weiterführende Vermittlung an Fachdienste, Pflegeberatung oder auch niedrigschwellige Informationsveranstaltungen wie die Veranstaltungsreihe „Meine Umwelt & Ich – Gesund und sicher im Alltag“.
Ermöglicht wird das Projekt maßgeblich durch seine umfangreichen Ressourcen, wie die fünfundsiebzigprozentige Personalstelle im Quartiersmanagement, die durch die Stadt Bielefeld und die BGW finanziert wird. Zudem bietet die gemeinsame Strategie des Bielefelder Modells eine Handlungsorientierung für alle gestaltenden Akteur:innen. Darin werden Quartiere als Anknüpfungspunkt und räumliche Ressource verstanden, die quartiersorientierte, selbstbestimmte Versorgung der darin lebenden Menschen ermöglichen kann.
Durch die langjährige Erfahrung und die kontinuierliche Anpassung des ganzheitlich inspirierten Sozialraumkonzeptes ergeben sich einige Faktoren, die maßgeblich zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Dazu gehören:
- Vertrauensvolle und kontinuierliche Kooperation und Netzwerkarbeit,
- Soziale Innovation: konsequente Netzwerkorientierung zur Förderung der Sorgenden Gemeinschaft,
- Hand – in Hand von Haupt- und Ehrenamt,
- Vielfältige und niedrigschwellige Begegnungs- und Kommunikationsmöglichkeiten
- Ortsnahe und barrierefreie Anlaufstellen im Quartier,
- Erweiterung der Zugänge zu Menschen durch Nutzung des (teil-)öffentlichen Raumes,
- Impulsgeber:innen im Quartier, die Zugänge zu zurückgezogenen Menschen eröffnen und
- Förderung von Selbstwirksamkeit und Selbstorganisation der Engagierten im Quartier.
Konkret wird empfohlen, von Beginn an die Verstetigung der geplanten Angebote mitzudenken, diese aktiv zu verfolgen und schließlich auch zu initiieren. Dafür sind weitreichende Kenntnisse des Sozialraumes, die Offenheit für neue Ideen und Konzepte sowie das Interesse an den Menschen und ihren Bedürfnissen im Quartier handlungsleitend. Soziale Netzwerke sind hier nicht nur farbgebend, sondern konstitutiv, um das Vertrauen und die Initiative der Akteur:innen zu gewinnen, zu fördern und zu sichern.
